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4.
Hancock und die Mastikation
1824 beobachtete Hancock, dass frisch geschnittene Kautschukstücke die Eigenschaft besitzen, wieder aneinander zu haften, sobald man sie zusammenpresst. Er dachte, dass es möglich sein müsste, aus zerstückeltem Kautschuk Gegenstände von gewünschter Form und Grösse herzustellen, indem man die Kautschukschnitzel durch Druck wieder miteinander verschweisst. Zu diesem Zweck entwarf er eine Kautschuk-Zerkleinerungsmaschine. Sie bestand aus einer Walze, die mit Spitzen versehen in einer Kammer rotierte. Seine Überraschung war gross, als er feststellte, dass er anstelle der erwarteten Kautschukkrümmel eine teigige Masse erhielt, der man nicht nur jede beliebige Form geben, sondern auch beträchtliche Mengen pulverförmiger Zusatzstoffe einverleiben konnte.
Die Erfindung erlangte aber nicht unmittelbar die
Bedeutung, die man ihr heute beimessen muss. Trotz ihrer Vorteile und technischen
Möglichkeiten (Verformbarkeit) brachte sie keine Qualitätsverbesserung der erzeugten
Waren; oft wurden diese sogar nach noch kürzerer Zeit unbrauchbar (dem Kautschuk wird
nämlich durch die Mastikation seine ursprüngliche Elastizität genommen). Die
Mastikation konnte sich erst 20 Jahre später wirklich auswirken, nachdem sie durch die
unentbehrliche Erfindung der Vulkanisation ergänzt worden war.![]()