Die Mastikation ermöglichte die Erfindung des Kaugummis und des Radiergummis, sie wird heute vorallem in der Zahntechnik eingesetztnaviga1.jpg (1388 Byte)zurück4. Hancock und die Mastikation

1824 beobachtete Hancock, dass frisch geschnittene Kautschukstücke die Eigenschaft besitzen, wieder aneinander zu haften, sobald man sie zusammenpresst. Er dachte, dass es möglich sein müsste, aus zerstückeltem Kautschuk Gegenstände von gewünschter Form und Grösse herzustellen, indem man die Kautschukschnitzel durch Druck wieder miteinander verschweisst. Zu diesem Zweck entwarf er eine Kautschuk-Zerkleinerungsmaschine. Sie bestand aus einer Walze, die mit Spitzen versehen in einer Kammer rotierte. Seine Überraschung war gross, als er feststellte, dass er anstelle der erwarteten Kautschukkrümmel eine teigige Masse erhielt, der man nicht nur jede beliebige Form geben, sondern auch beträchtliche Mengen pulverförmiger Zusatzstoffe einverleiben konnte.

Die Erfindung erlangte aber nicht unmittelbar die Bedeutung, die man ihr heute beimessen muss. Trotz ihrer Vorteile und technischen Möglichkeiten (Verformbarkeit) brachte sie keine Qualitätsverbesserung der erzeugten Waren; oft wurden diese sogar nach noch kürzerer Zeit unbrauchbar (dem Kautschuk wird nämlich durch die Mastikation seine ursprüngliche Elastizität genommen). Die Mastikation konnte sich erst 20 Jahre später wirklich auswirken, nachdem sie durch die unentbehrliche Erfindung der Vulkanisation ergänzt worden war.naviga1.jpg (1388 Byte)