Der erste Kautschuk wurde vermutlich zuerst in Nordamerika entdeckt und aus dem Guayulestrauch gewonnen. Ein anderer Kautschuklieferant wurde später im Castillabaum in Mexiko gefunden.
Nach heutigen Begriffen sind die
Kautschukarten Nord- und Mittelamerikas jedoch nur minderwertige Sorten. Die heute
meistgenutzte, in vielen tropischen Ländern kultivierte Kautschukpflanze ist die Hevea
brasiliensis, die, wie aus ihrem Namen entnommen werden kann, Südamerika zur
Heimat hat. Dieser bis zu 20 Meter hohe Baum ist dort vor allem im Gebiet des Amazonas
weit verbreitet. Es gibt jedoch auch noch sehr viele andere verschiedenartige Pflanzen,
die Kautschuklatex führen. Sie sind fast auf der ganzen Welt verbreitet, vorallem aber
innerhalb der tropischen Zonen.
Gewisse Arten sind Bäume gewaltigen
Ausmasses, wie die Heveen und die Ficusarten, andere bilden Schlinggewächse, wie die
Landolphien, Wieder andere sind Sträucher, wie die Guayule, oder sogar nur Löwenzähne,
wie die Kok-Sagys. Der überwiegende Teil des heute gewonnenen Naturkautschuks stammt von
der Hevea brasiliensis, da, als die ersten Kautschukplantagen angelegt wurden, aufgrund
ihrer überlegenen Eigenschaften die Wahl auf sie gefallen war.![]()